Veganer werden nicht krank

„Veganer werden nicht krank“: Diese Aussage ist genauso unsinnig wie  „Wer tierische Lebensmittel meidet,  lebt ungesund“   oder   „Veganes Essen schädigt ungeborene Babys“, „Geschrumpftes Hirn durch veganes Essen“ und “ Vegane Ernährung schadet Kindern“.

Ca. 1% der deutschen Bevölkerung lebt  vegan, Tendenz steigend. Motive für die radikale Ernährungsumstellung sind häufig Tier- und Umweltschutz, seltener die Gesundheit.

Sich vegan, d.h.  ohne tierische Nahrungsmittel zu ernähren, heißt nicht automatisch, sich gesund zu ernähren. Stichwort: Puddingveganer.  Auch überwiegend von industriell verarbeiteten „veganen“  Fertigprodukten zu leben, ist keine gute Idee: zu viel Zucker, Salz, Transfette, „schlechte“ Öle, Gluten ( im Seitan ).  Stattdessen sollte naturbelassene, vielseitige, lebendige und vollwertige Pflanzennahrung die Basis einer veganen Ernährung sein. Als vegane Basisnahrung bestens geeignet sind die PLATINUM-Produkte,  z.B. Best of Greens,  Hippokrates  oder  L.O.V.E. .

Und trotzdem werden Veganer auch krank. Allerdings ist ihr Risiko, an einer der westlichen Zivilisationskrankheiten zu erkranken reduziert:

Diabetes mellitus um 50%,  Herz-Kreislauferkrankungen um 40%, Magen-Darm-Tumoren um 25%,  Brust-Krebs um 30% und Prostata-Krebs um 50%.

Mit vielen lebenswichtigen Mikronährstoffen  (  u.a.  sekundäre Pflanzenstoffe, Antioxidantien, Vitamin C, Vitamin E und Folsäure ) sind Veganer besser versorgt als Mischköstler.  In der nationalen Verzehrstudie von 2008 stellte sich heraus, dass 80% der Teilnehmer  einen  Mangel  an B-Vitaminen, Folsäure, Vitamin D,  Eisen, Calcium und Zink hatten.  Und das trotz Mischköstler- Ernährung u.a. mit tierischen Lebensmitteln (  Fleisch, Milch, Käse, Eier etc. ).

Im Umkehrschluss heißt das nicht, dass ein Veganer prinzipiell keinen Mikronährstoffmangel haben kann.  Bei unkundiger Zusammenstellung veganer Lebensmittel kann ein Mangel an Vitamin B2, Vitamin B12, Vitamin D, Vitamin K2, Eisen, Jod, Zink, Kalzium, Omega 3 Fettsäuren und Eiweiss entstehen.

Um dies zu vermeiden, sollte jeder Veganer  alle 1 – 2 Jahre die genannten Nährstoffe durch Blutabnahme kontrollieren lassen.

Eine Substitution von Vitamin B12 ist für Veganer unerlässlich, da über pflanzliche Nahrung eine ausreichende Vitamin -B12- Versorgung bei den Allermeisten nicht zu gewährleisten ist.  Auch Vitamin D  sollte zumindest im Winter substituiert werden, gegebenenfalls auch ganzjährig, wenn der Vitamin D- Gehalt im Serum anhaltend zu niedrig ist.

Es sollte auch daran gedacht werden, dass eine vegane Ernährung nur ein Teil eines gesunden Lebensstils ist.  Regelmäßiger Sport, soziale Kontakte, Stress-Bewältigung durch Meditation und Yoga, ausreichend Schlaf und Rauch-Stopp sind mindestens genau so wichtig.

Und man sollte aus der Ernährung keine Religion machen. Sonst wird´s Stress. Und Essen ist doch auch und vor allem – Genuss.  Und  Teil unserer Lebensfreude.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Die Annahme, dass eine vegane Ernährung einen gesunden Lebenstil überflüssig macht.

3.Die Annahme, dass man keine Supplementierung – insbesondere von Vitamin B12 – braucht.

4.Die Annahme, dass vegan immer gesund ist.